Terrarienhaltung
Maße und Einrichtung
Maße und Material:
Bei Einzel- bis Paarhaltung würde ich von einem Terrarium mit Mindestens 50x50x80cm (LxBxH) ausgehen.
Für kleine Gruppen eignen sich 50x50x100cm und mehr. Ich würde natürlich eher zu größeren Terrarien raten.
Die Terrarien sollten wasserresistent sein, also im Idealfall aus Glas oder aus Kunststoff. Außerdem eignet sich auch entsprechend behandeltes Holz.
Einrichtung:
Das Terrarium sollte auf jeden Fall über ausreichend Klettermöglichkeiten (Äste, Kork, Styroporrückwand, Korkrückwand) und Pflanzen verfügen. Als Pflanzen eignen sich vor allem die Efeutute, Ficusarten, Philodendron und (andere) verschiedene ungiftige Rankpflanzen.
Die Pflanzen dienen den Tieren als Versteck- und Klettermöglichkeiten und beeinflussen das Klima positiv.
Bodengrund:
Als Bodengrund eignen sich verschiedene Dinge.
Es ist möglich Sand zu verwenden, dabei müssen die Pflanzen in den Töpfen belassen werden und es ist notwendig eine Wetbox ins Terrarium zu integrieren.
Meiner Meinung ist Torf oder ungedüngte Blumenerde mit Sand vermischt besser geeignet. Hier können die Tiere auch die Eier vergraben. Den Boden kann man mit trockenem Laub abdecken, dann findet man auch eher die Eiablageplätze.
Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung von Sand ist auch, dass man Destruenten (weiße Asseln, Springschwänze, Tausendfüßler) ins Terrarium einsetzen kann, die Kotreste abbauen.
Wie ich schrieb können auch Tausendfüßler ins Terrarium gesetzt werden. Dazu eignen sich aber nur sehr große Arten wie der Afrikanische Riesentausendfüßler, da die Tiere sonst den Geckos zum Opfer fallen würden.
Es wird allerdings berichtet, dass die Tausendfüßler die Eier der Geckos beschädigen, möchte man also Züchten ist diese Vergesellschaftung nicht geeignet.
Technik und Klima
Die Technik muss bei dieser Geckoart nicht sehr aufwendig sein.
Meist reicht eine Grundbeleuchtung, bei der ich allerdings nicht auf eine UV-Abstrahlung verzichten würde.
Ich empfehle hierfür eine Repti Glo 5.0 Compakt mit 26 Watt.
Diese sorgt für ausreichend Licht und, wenn im Terrarium angebracht, auch für Wärme.
Es sollte aber beachtet werden, dass Lampen, die im Terrarium angebracht sind, auch ausreichend abgeschirmt werden müssen. Ich verwende dafür einen Reflektor mit Schutzkorb. Abends, wenn die Lampe schon eine Weile aus ist, nutzen die Geckos die Restwärme des Reflektors.
Um die Luftfeuchtigkeit aufzubauen bietet sich an eine Regenanlage in das Terrarium zu integrieren.
Temperaturen:
Im Sommer sollten die Temperaturen bei 25 bis 30°C liegen und in der Nacht auf etwa 20°C absinken. Dafür reicht bei uns, wie bereits erwähnt, die Grundbeleuchtung aus.
Luftfeuchtigkeit:
Abends nach dem Ausschalten des Lichts sollte im Terrarium gesprüht werden. Dadurch bekommen die Geckos Wasser zum Trinken und die Luftfeuchtigkeit steigt an.
Ruheperiode
Diese Tiere legen keine direkte Witterruhe ein.
Allerdings sollte das Männchen im Winter für mehrere Monate von den Weibchen getrennt werden. In dieser Zeit muss die Temperatur auch auf 22-23°C am Tag gesenkt werden. Eine Nachtabsenkung auf 16°C ist dann auch absolut empfehlenswert.
Auch die Beleuchtungszeit sollte von den üblichen 12-13 Stunden auch in fließenden Übergängen auf wenige Stunden herabgesenkt werden.
Gefüttert wird in der Ruheperiode nur ein Mal wöchentlich.
Ernährung
Die Tiere fressen Früchte und Insekten.
Ich biete das beides abwechselnd an.
An Insekten bekommen sie Grillen, Heuschrecken, Schaben, Motten, Maden und Würmer. Die beiden letztgenannten sollten aber die Ausnahme darstellen.
Die Futtertiere sollten maximal so lang sein, wie der Kopf des Geckos breit ist.
An vegetarischer Kost stelle ich ihnen Fruchtbrei (Babybrei) und Fruchtjoghurt zur Verfügung. Auch zerquetschte Banane wird sehr gern verzehrt.
Ich füttere meine adulten Tiere 2 bis 3 mal pro Woche.
Nahrungsergänzung:
Bei jeder zweiten Fütterung mit Insekten bestäube ich diese mit Vitaminen (Herpetal Complete Terrarium) und Calcium. Zusätzlich steht ein Calciumnapf im Terrarium bereit.