Steppenterrarien
Wir haben Steppenterrarien für verschiedene Geckoarten eingerichtet. Hierbei handelt es sich um Tiere die über keine kräftigen Krallen verfügen.
Rückwände für Bartagamen und ähnliche Arten sollten kratzfester versiegelt werden, z.B. mit Epoxidharz, der den Holzleim aus meiner Anleitung ersetzen kann.
Steppenterrarien für mittlere und große Echsen
Welche Materialien werden verwendet?
Für diese Art von Terrarien verwende ich:
- Styropor (z.B: 20 und 50mm dick)
- Silikon
- Zahnstocher
- Mauer- und Putzmörtel
- D3-Holzleim
- Terrariensand
- Sprühlack (farbloser Acryllack mit Eignung für Kinderspielzeug)
Welche Hilfsmittel werden verwendet?
- Cuttermesser mit scharfen Ersatzklingen
- eine Kartuschenpresse (für das Silikon)
- ein Zollstock
- ein rechter Winkel
- Pinsel (verschiedene Stärken)
- ein Eimer um den Mörtel anzumischen (möglichst große Grundfläche)
- Latexhandschuhe
Erster Bauabschnitt (Grundstruktur):
- Innenverkleidung der Wände aus den dünneren Styroporplatten zurechtschneiden (in meinem Fall 20mm) die Platten sollten möglichst passgenau sein
- Die Platten werden nun mit Silikon eingeklebt und nach unten hin abgedichtet.
- Nun werden aus den dicken Styroporplatten Plattformen zurechtgeschnitten.
- Die Plattformen werden so angeordnet wie sie später sitzen sollen und mit Zahnstochern auf der Rück-/Seitenverkleidung aufgesteckt (ich baue das ganze so auf, dass die Plattformen direkt aufeinander aufliegen).
- Wenn alles zur Zufriedenheit sitzt, werden die Plattformen mit Silikon befestigt (ich beginne oben und lasse die oberste Plattform mit dem Deckel abschließen).
- Bei Arten die nicht graben, kann dann auch der Boden aus Styropor gefertigt werden.
Bild 1: Terrarium für T.s. keyserlingii
alle anderen Bilder: Terrarium für Eublepharis macularius
(Bilder zum Vergrößern anklicken)
Zweiter Abschnitt (Feinstruktur/ Festigung)
Nun wird Mörtel aufgetragen um die Oberfläche fester zu machen und die Strukturierung zu vollenden
- Das Terrarium wird auf die Rückseite gelegt und dann wird dünn angemischter Mörtel mit den Händen aufgetragen (Handschuhe). Dabei werden eventuelle Ritzen gefüllt.
- Ein paar Stunden antrocknen lassen!
- Das Terrarium wird normal hingstellt und es wird noch ein mal dünnangemischter Mörtel aufgetragen (Pinsel oder per Hand).
- Ein paar Stunden trocknen lassen!
- Um die Struktur zu verbessern wird nun dick angesmischter Mörtel verwendet. Damit kann man Abstände zwischen Plattformen verkleinern und Übregänge schaffen
- Durchtrocknen lassen (dauert ca. 24h)!
Leider sind nur Fotos von einem Terrarium mit Styroporboden vorhanden:
Dritter Bauabschnitt (Versiegelung und Oberflächengestaltung)
- Die Rückwand wird Etappenweise mit Holzleim eingestrichen und mit Sand bestreut.
- Das Terraraium wird nun nach und nach auf die anderen Seiten gelegt und in jeder Postition mit Leim bestrichen und eingesandet.
- Bei Bedarf kann das Ganze mit Sprühlack versiegelt werden. Damit kann man auch Lücken in der Besandung entfernen (einfach Lack aufsprühen und besanden).
Auf diesen Bildern sieht man auch, wie der Mörtel im Wundergeckoterrarium aufgetragen ist, so dass schöne Übergänge vorhanden sind.
Nun kann alles eingerichtet werden. Man kann in Steppenterrarien große Steine integrieren, die vor dem umfallen geschützt werden müssen (z.B. Verkleben). Auch ein Untergraben muss verhindert werden.
Auch mit Hölzern wie z.B. Korkeichenästen, Wurzeln und Lianen lassen sich Terrarien verschönern. Eine Bepflanzung ist nicht notwendig, aber bei vielen Arten möglich. Bei Allesfressern würde ich allerdings keine Pflanzen einbauen.
Gut geeignett sind Tillandsien, Sanseverien, Sukkulenten und ähnliche Pflanzen die der Temperatur und der geringen Luftfeuchtigkeit standhalten.