Argentinische Waldschaben
Allgemeines
Schaben sind für viele Menschen absolut ekelerregend und es ist eine Horrorvorstellung welche in der Wohnung herumlaufen zu haben.
Was aber die wenigsten bedenken ist, wie nahrhaft Schaben für ihre Tiere sind.
Für Tiere, die größere Brocken runter bekommen, so wie adulte Leopardgeckos, Bartagamen, Halsbandleguane, Vogelspinnen und viele andere sind die Argentinische Waldschaben meiner Meinung nach am
besten geeignet.
In einem normal sauberen Haushalt ohne feuchte Ecken und Nahrungsmittel auf dem Boden sind Argentinische Waldschaben meiner Meinung nach nur zu empfehlen. In einer normalen Wohnung würden sie nicht lange überleben und es besteht somit keine Gefahr einer Plage.
Weitere Vorteile dieser Art sind, dass sie nicht an glatten Flächen laufen können und sich sehr gut bei guten Haltungsbedingungen vermehren.
Außerdem werden diese Schaben auch bis zu einem Jahr alt, wodurch jedes Weibchen in ihrem Leben auch viele Jungtiere zu Stande bringen kann.
Aussehen
- 4cm lang, 2 cm breit
-Männchen mit flügeln und eher länglich
- Weibchen eher breit und flügellos, glänzende Körperfarbe
- Larven flügellos, matte Körperfarbe
Unterbringung
Es sollten dicht verschließbare große Behälter verwendet werden. Durchsichtige Behälter haben den Vorteil, dass man schon von außen sehen kann wenn etwas nicht in Ordnung ist.
Die Wände des Behälters sollten glatt sein, so dass die Tiere nicht hinausklettern können, wenn man die Box öffnet.
In den Deckel der Box sollte eine große Lüftungsfläche (etwa 2/3 des Deckel) mit Drahtgaze angebracht werden.
Als Bodengrund verwendet Futter, welches z.B. aus Mattzinger Hundeflocken besteht oder auch zerbröselte trockene Brötchen, Hafer- und Fischfutterflocken.
Als Verstecke dienen Eierkartons die in mehreren Schichten in der Box sein sollten.
Eine Grundreinigung sollte mindestens alle 6 Monate vorgenommen werden. Dafür müssen die Tiere in einen anderen Behälter gesetzt werden, so dass in ruhe alles ordentlich gereinigt werden kann. Ob es schon früher so weit ist, merkt man dann am Geruch.
Nahrung
Die Nahrung sollte möglichst abwechslungsreich sein. Das Trockenfutter ist ja bereits als Bodengrund vorhanden und zusätlich sollten regelmäßig Obst und Gemüse gereicht werden (mindestens 2-3 Mal
pro Woche). Das Obst wird auch sehr gern genommen, wenn es schon überreif ist, somit sind die Schaben auch gute Resteverwerter. Auch Nagerfutter wird sehr gern angenommen.
Obst und Germüse müssen vorher geschält und gewaschen werden!!!
Und wenn mal das Brot oder Brötchen vertrocknet sein sollte, muss man dies nicht irgendwelchen Enten geben, sondern auch die Schaben freuen sich sehr darüber.
Zucht
Für ein gutes Zuchtergebnis sollten Temperaturen von 26-29°C in der Zuchtbox herrschen, ab 32°C wird die Zucht eingestellt. Je Kühler es ist desto länger dauert die Zucht, ein optimales Ergebnis
bekommt man bei etwa 28°C.
Jungschaben trennt man am besten von den Adultis, so hat man auch einen besseren Überblick.
Es sollten nur männliche Schaben verfüttert werden, da die Weibchen ihre Eipakete verschießen könnten, wenn ein Tier drauf beißt.
In eine Box mit den Maßen 65x35x45 cm habe ich einen Zuchtansatz mit 300 großen (teilweise adulten),150 mittleren und 200 kleinen Schaben getan, die sich gut vermehren. Dieser Zuchtansatz reicht bequem für meine 13 adulten Leopardgeckos aus.
In regelmäßigen Abständen bringen die weiblichen Schaben 15-30 Jungschaben zur Welt. Dafür produzieren sie ockerfarben Eikapseln, welche sie in das Oothek am Hinterleibsende aufnehmen. Aus diesem schlüpfen dann die Larven, die etwa 5-6mm lang sind und Kellerasseln ähneln.