Jeys-Exotenparadies

Anschaffung und Quarantäne

 

Quarantäne:

Bevor man sich neue Tiere zulegt, muss einiges vorbereitet werden.

 

Nicht nur das Endterrarium, sondern auch ein Quarantänebecken muss zur Verfügung stehen.

Jedes Reptil/jede Amphibie wird nach dem Kauf einzeln in einem Quarantänebecken gehalten.

Dazu eignen sich ins besondere Kunststoffboxen (Faunarien oder Stapelboxen, die mit Lüftungsflächen versehen wurden) und Glasterrarien.

Beides lässt sich gut reinigen.

Als Bodengrund verwendet man entweder Küchenpapier oder Zeitung. Auch alle Einrichtungsgegenstände sollten gut desinfizier- oder ersetzbar sein.

Als Höhlen verwende ich bei meinen Quarantänegeckos z.B. Partysuppenschüsseln (Plastik), in die ich Eingänge schneide, oder Blumentopfuntersetzer.

Beleuchtet werden die Becken von oben. Kunststoffboxen sind auch da besonders geeignet, da sie UV-durchlässig sind.

Während der Quarantänezeit (mindestens 8-12Wochen) sollten mehrere Kotproben untersucht werden.

Ich lass immer so lange untersuchen bis 3 Proben nacheinander negativ sind.

Die Kotproben gebe ich direkt bei Exomed ab, auf Cryptosporidien lasse ich allerdings in Wien untersuchen, da dort das beste Testverfahren durchgeführt wird.

Gerade bei Leopardgeckos sollten mehrere Kotproben auf Cryptosporidien untersucht werden.

 

Das Formular für die Einsendung von Kotproben bei Exomed findet ihr hier: Exomed ganz unten.

 

Die Kotproben können z.B. auch zu  Laboklin geschickt werden.

 

Das Formular für Wien (Cryptosporidien) findet ihr hier: VU Wien

 

Infos über Cryptosporidien gibt es dort: www.cryptosporidien.de

 

Die Quarantänebehälter müssen regelmäßig gereinigt werden. Vor allem wenn Parasiten nachgewiesen wurden ist eine tägliche Reinigung notwendig.

 

Anschaffung:

Vor der Anschaffung der Tiere ist es wichtig sich sehr genau über die Haltung zu informieren.

Sucht man sich die Tiere aus, ist es am besten wenn man sich die Bedingungen beim Züchter anschauen kann. Auch auf Erfahrungen anderer sollte man setzen und nicht bei einem Züchter kaufen über den man viele Negativberichte findet.

Nicht die Preise der Tiere sind wichtig sondern die Qualität.

Gerade auf den großen Börsen findet man seit Jahren Züchte, die kranke Tiere zu Schleuderpreisen verkaufen. Man sieht den Tieren nicht unbedingt an, dass sie krank sind.

Im Zoohandel sollten auch nur bedingt Tiere gekauft werden. Es gibt zwar einige, vor allem kleinere, spezielle Terrarisitkgeschäfte in denen man getrost kaufen kann, jedoch kommt es sehr häufig vor, dass kranke Tiere verkauft werden und der Händler keine Ahnung von deren Haltung hat.

 

Sucht man sich dann also ein Tier beim Züchter des Vertrauens aus, sollte man erst ein Mal auf die Äußerlichkeiten achten.


Die Augen sollten klar und die Haut unverletzt sein. Häutungsreste können ein schlechtes Zeichen sein. Die Proportionen beim Tier sollten stimmen und es sollten keine Knochen herausschauen.

Abgeknickte Schwänze oder Gliedmaßen und eine krumme (huckelige) Wirbelsäule deuten auf eine Rachitis (Mangelerscheinung) hin.

Auch der Mund muss ordentlich schließen, das heißt das Tier soll keinen Überbiss haben. Auch eine "ausgefrannste" Schnauze kann auf Rachitis oder Maulfäule hindeuten.

 

 

Auch wenn das Tier dann noch so gesund aussieht muss eine sorgfältige Quarantäne durchgeführt werden.

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Verordnung über die Haltung gefährlicher Tiere in Berlin
Verordnung_gefaehrlicher_Tiere.pdf
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