Terrarienhaltung
Maße und Einrichtung
Da dieser Frosch ein sehr guter Springer und auch Schwimmer ist, wird ihm nur ein relativ großes Terrarium gerecht. 80x40x80cm sind in meinen Augen als absolutes Minimum anzusehen.
Ich selber halte meine Tiere in einem großen Paludarium mit einer Grundfläche von 160x60cm und einer Höhe von 100cm und einem Wasserteil von 100x60x50cm.
Bei der Einrichtung gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Ein Glasterrarium ohne Bodengrund: Hier werden die Pflanzen in Blumentöpfen in das Terrarium gestellt. Somit wird ermöglicht, dass das Becken in der Regenzeit geflutet werden kann. Das ganze sieht nur nicht ganz so schön aus. Rück- und Seitenwände können auch nur bedingt gestaltet werden.
2. Ein Terrarium mit festem Wasserteil oder ein Paludarium: Hier hat man die Möglichkeit Bodengrund einzubringen und kann auch Rück- und Seitenwände gut gestalten. Der Wasserteil muss aber regelmäßig gereinigt werden. Im Idealfall ist eine Filteranlage an den Wasserteil angeschlossen.
3. Ein Terrarium mit herausnehmbaren Wasserteil: Auch bei dieser Variante lässt sich das Becken gut gestalten, allerdings muss man darauf achten, dass der Wasserteil gut rausgenommen und gereinigt werden kann. Ein tägliche Reinigung ist anzuraten.
Egal für welche Variante man sich entscheidet, es muss immer eine ausreichende Bepflanzung gegeben sein. Vor allem Pflanzen mit stabilen Blättern sind gut geeignet, wie z.B. Monstera, Ficcusarten mit großen Blättern, Hibiscus, Philodendron und Banane.
Auch kräftige Äste dürfen nicht fehlen. Diese sollten diagonal und vertikal ins Terrarium eingebracht werden. Gut geeignet sind Korkäste und auch Bambus.
Technik und Klima
Temperatur:
Die Tagestemperatur sollte bei 20 bis 25°C liegen. Auch Sonnenplätze mit ca. 28 oder 29°C werden gern von den Tieren angenommen.
Luftfeuchtigkeit:
Die Luftfeuchtigkeit soll bei etwa 70% liegen und Nachts ansteigen.
Terrarientechnik:
Ich verwende T5-Röhren für die Grundbeleuchtung. Diese Lampen werden nicht sehr heiß und sind so angebracht, dass sich die Frösche direkt darunter setzen. Dies reicht in meinem Fall auch als Wärmezone aus. In anderen Terrarien wird evtl. ein Spot benötigt, der außerhalb der Reichweite der Frösche angebracht werden muss.
Eine Regenanlage ist sinnvoll, aber kein Muss, wenn man täglich sprüht.
Winterruhe
Gerade zur Zucht ist eine Überwinterrung notwendig.
Dafür werden im Herbst Temperatur und Beleuchtungsdauer langsam reduziert und die
Gabe von Futter wird eingestellt.
Ist die Temperatur heruntergefahren kommen die Frösche in Überwinterungsboxen. Diese sollten mit feuchtem Moos ausgelegt sein.
Die Frösche lassen sich bei 8°C im Kühlschrank oder im kalten Keller überwintern. Bei der Überwinterung im Kühlschrank bitte die regelmäßige Luftzufuhr nicht vergessen. Am besten verwendet man einen kleinen Kühlschrank und stattet den mit einer schwachen Beleuchtung aus, die etwa 4 bis 6 Stunden am Tag an ist (LED o.ä.) auch eine Getränkekühlschrank mit Glastür ist gut geeignet, da dort automatisch Licht durch kommt.
Nach etwa einem Monat kommen die Tiere wieder aus dem Kühlschrank und dürfen langsam aufwärmen, bevor sie wieder in ihr Terrarium kommen.
Bei dieser kalten Überwinterung kann es bei Exemplaren die aus den Süden kommen zu Ausfällen kommen. Diese Tiere sollten bei etwa 18°C überwintert werden.
Da ich nicht weiß von welchen Exemplaren meine Frösche abstammen, habe ich die
wärmere Überwinterung im Terrarium gewählt.
So haben meine Frösche den Winter in ihrem Paludarium im 15°C kalten Raum gelassen.